|
FAUNA
Die Entwicklung der Tierwelt der Pityusen ist
typisch für die Inseln: durch die isolierte Lage konnten
sich nur wenige Tierarten überhaupt auf Ibiza ansiedeln
(Seit 5 Millionen Jahren gibt es keine Landbrücke zum
Festland mehr). Wenn sich dann die Lebensbedingungen ändern,
wenn z.B. das Klima wechselte oder das Flachland überflutet
wurde, hatten die Tiere kaum eine Chance, in günstigere
Gegenden abzuwandern. So starben viele Tierarten auf den Inseln
aus. Dann kamen die Menschen und machten sich die Erde untertan,
d.h. sie assen die Tiere, die ihnen schmeckten. Das verschärfte
das Problem: da keine ausreichenden Fluchtmöglichkeiten
bestanden, wurden weitere Tierarten ausgerottet. Deshalb ist
die heutige Tierwelt der Pityusen (zumindest was die Säugetiere
betrifft) vergleichsweise artenarm, und viele der noch existierenden
Arten sind gefährdet.
www.natur-lexikon.de
|
|
 |
|
Frosch (Rana perezi)
Wegen des trockenen Klimas haben es die Amphibien auf Ibiza
nicht leicht. Zum Glück für den trotzdem verbreitetem
Iberischen Wasserfrosch deponieren überall auf dem Lande
die Bauern ihr Wasser in offenen, grossen gemauerten Becken.
Bei uns findet er dank unserer Pflanzkläranlage ideale
Lebenskonditionen.
|
|
 |
|
Pityusen-Eidechse (Podarcis pityusensis)
Aufgrund der Insellage konnten sich nur relativ wenige Reptilien
auf den Pityusen ansiedeln (so gibt es hier z.B. keine Schlangen).
Die sehr häufige und recht hübsche Pityusen -Eidechse
ist unter den Landtieren der einzige mit Sicherheit echte
Ureinwohner der Pityusen - sie war schon Lange vor den Menschen
auf Ibiza.
|
|
 |
|
Kaninchen (Oryctolagus cuniculus)
Möglicherweise sind Kaninchen vor über 5 Millionen
Jahren über die damals bestehenden Landbrücken eingewandert.
Wahrscheinlicher ist jedoch , das sie irgendwann - wie wohl
alle anderen heute auf Ibiza lebenden Landsäugetiere
- von Menschen auf die Insel gebracht wurden.
|
|
 |
|
Ginsterkatze (Genetta genetta isabelae)
Das exotischste Säugetier Ibizas ist eindeutig die Ginsterkatze,
auch hier wieder durch eine nur auf Ibiza existierende, diesmal
im Vergleich zu anderen Ginsterkatzen etwas kleinere Unterart
vertreten. Diese scheuen Tiere bekommt man leider so gut wie
nie zu sehen.
|
|
 |
|
Igel (Erinaceus europaeus)
Die Igel Ibizas sind etwas kleiner und heller gefärbt
als die mitteleuropäischen Igel. Bei uns sind sie sehr
geschätzt, vor allem weil sie uns helfen die Schneckenbevölkerung
unter Kontrolle zu halten. Da es auf Can Marti keine Durchfahrtsstrasse
gibt ist ihre Lebenserwartung entsprechend länger.
|
|
 |
|
Sumpfschildkröte (Emy orbicularis)
Die sehr scheue Europäische Sumpfschildkröte wird
in der Literatur zwar für Mallorca und Menorca aufgeführt,
nicht aber für die Pityusen. Es gibt aber glaubwürdige
Aussagen, dass in den Restsümpfen der Halbinsel Talamanca
bei Ibiza-Stadt auch Sumpfschildkröten leben.
|
|
 |
|
Mauergecko (Tarentola mauretanica)
Besonders auf dem Lande kann man in warmen Nächten beobachten
wie Geckos am Rande beleuchteter Wandflächen regungslos
senkrecht an der Wand klebend, auf Insekten lauern. Kommt
so eine arme Motte in ihre Reichweite, schleichen sie sich
im Zeitlupentempo an ihre Beute heran, um dann blitzschnell
zuzustossen.
|
|